3 Kommentare zu “der unübertreffliche Weg

  1. Ich dachte immer, Buddismus/Taoismus/Zen ist nicht wie Religionen. Religion ist ja eine psychische Krankheit, bei der man sich eine Fantasiewelt aufbaut, weil die reale zu schlimm zum verarbeiten ist, und das Hirn die direkte Konfrontation nicht überleben würde (oder das zumindest denkt. Und was es denkt, ist auch Realität.)
    Oder im Fachjargon: Schizophrenie.

    Doch als ich selbst mal mit einer solchen Situation konfrontiert war, reagierte mein Hirn, das ja weiss dass eine Fantasiewelt keine Option ist, anders: Es versuchte die komplette Abkopplung von allem schädlichen. In sich zurückziehen. Oder mit anderen Worten: Ziel: Absolute Leere.
    Und da ging mir ein Licht auf: Die Idee des Zen ist auch nur eine Art, mit dem unfassbar unerträglichen umzugehen. Halt durch komplettes weglaufen und von der Welt abkoppeln.

    Aber besser ist das doch auch nicht. Weil man trotzdem die Fähigkeit verliert, in seinem Leben zu schaffen und zu haben was man möchte.
    In den „Religionen“ des Judentums, Christentums, Islams, u.ä. halt weil man seine Scheinwelt einfach so zurechtbiegt, dass es wieder OK ist, es nicht zu bekommen. Und in den Zen-ähnlichen „Religionen“ halt, weil es einem „egal“ wird, und man die eigene Nichtexistenz, den lebenden Tod, zum Ideal und Ziel erklärt.

    Doch weglaufen tun sie alle. Die am Horror erkrankten. Stellen kann sich den Sachen keiner.
    Weil es einfach *zu* schlimm ist. Zu unerträglich. Zu den eigenen Respekt vernichtend. Zu sehr das eigene Weltbild invalidiert.
    Und das kann kein Hirn dieser Welt ab. Für ein Hirn ist das der Tod. Nicht gleich dem Tod. DER. TOD. Hirntod und Funkensprühen im zentralen Nervensystem quasi.

    Aber muss das denn sein? In diesen Zeiten?
    Der einzige Grund warum da so ist, ist doch, weil jeder sich um seinen Nächsten nur noch einen Dreck schert. Mit Geborgenheit, Liebe und Unterstützung, könnten die Leute sich ihrem Horror auch stellen. Es gemeinsam durchstehen. Ihren Selbstrespekt nicht nur erhalten, sondern sogar steigern, bei gleichzeitiger, nein *durch* Invalidierung des irrigen Modells. Und wieder lernen dass nicht die ganze Welt und alles was damit zu tun hat schlimm war und ist, sondern nur die paar Sachen damals.

    Dann kann man auch das wahre Ich wiederfinden. Inklusive seinen Wünschen, Lüsten, Träumen und Trieben. Und sie für gut befinden. 🙂
    Das wär doch was. Oder? 🙂

    • Hallo BAReFOOt,

      sorry, ich habe mich jetzt erst mit den Blogs und wie man sie bedient auseinander gesetzt und finde heute Deinen Kommentar. Und toll, das ist DAS was ich immer schon suchte; das ist für mich TAO. Und Du hast recht, denn ich suchte AUCH DIE LEERE, weil ich meinen Alltag nur noch schlecht meistern konnte und am Liebsten gar nicht mehr teilhaben wollte. Einfach ganz toll Dein Beitrag.

      Herzliche Grüße aus Hamburg (- 7 Grad) von Rainer

  2. Wie es nun wirklich ist, ob alles, was ist, einen Sinn hat. Ob es Götter gibt, die die Geschicke der Menschen lenken, wer kann das wissen ? Selbst Menschen, die mit dem Heiligen Geist kommunizieren….da frage ich mich immer, ob sie nicht eine sehr starke Phantasie haben. Ich selbst bin schon von Kindesbeinen ab sehr religiös gewesen, aber erfahren habe ich es nie, was wahr ist. Ich fand es nur logisch, dass es höhere Mächte geben müsste, aber eine richtig mystische Erfahrung ist es nicht geworden. Vielmehr habe ich mich mit dem Ungewissen arrangiert. Das Ungewisse ist es doch, was uns Angst und Horror bereitet.

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